In Chongqing war der übliche Regen.

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Zentrum von Chongqing

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Überall Baustellen in Chongqing

Wir hatten rausgefunden, dass es ca. 3 Schiffsklassen gibt:
– Internationale Luxusschiffe von Chongqing nach Yichang für ca. 3-4 Tage ab 300 US$

– Chinesische Passaxierschiffe ab ca. 100US$ die auf Ihrer Homepage darauf hinweisen, dass sie nicht für „Westtouristen“  geeignet sind (kein englisch, geringere Hygiene, etc.) und die Backpacker die die Schiffe trozt Warnung nahmen bestätigten dies (laut Internet-Erfahrungsbericht von Backpackern)?! Nachteil ist auch, dass man nicht alle 3 Schluchten bei Tag durchfährt.

– Hydrofoils (Tragflächenboote) die für ca. 200 – 400 Yuan (25 – 50€) je nach Zugstiegshafen mit 50 km/h durch den Jangtse fahren.  Allderings sitzt man hinter Plexiglas-Scheiben, nur am Eingang kann man mit „freier“ Sicht stehen.

Wir wollten gerne die Hydrofoil-Variante (Tragflächenboote) nehmen, allerdings fanden wir schwer Infos dazu. Wir hatten gelesen, dass der einzige Betreiber zwischen Chongqing und Yichang seinen Betrieb eingestellt hatte und man 3 Stunden per Bus nach Wanzhou bzw. Wanxian (beide Namen sind üblich) mußte, um von dort abzulegen. 
Auch wenn wir keine Hotels online für Wanzhou fanden, zeigte mein Navigations-Handy diverse in Whanzou und so entschlossen wir uns auf gut Glück die 3 Fährterminals in Wanzhou zu erkunden um Hydrofoils zu finden, die als „Bus-Ersatz“ Einheimische in der Jangtse-Region befördern. Als „Kommunikationshilfe“ hatten wir uns ein Bild eines Hydrofoils abgespeichert.

Zwischenzeitlich hatten wir erfahren, das wir Wanzhou bzw. Wanxian, ztw. mit Wushan, verwechselten, dass noch weiter flussabwärts lag. Solche Verwechslungen kommen schnell auf, da die Chinesen anders schreiben und die Städte häufiger anders übersetzt geschrieben sind (z.B. Yangtse, Jangste und in chinesisch heißt der Fluss ohnehin Changjiang oder Jangtsekiang). 

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Downtown Chongqing

Wir entschieden uns auf jeden Fall aus Chongqing abzuhauen und fuhren mit der U-Bahn zum Busbahnhof am Nordbahnhof.

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Katrin in der U-Bahn mit ihrer Staubmaske

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Chongqing

Am Busterminal kauften wir Tickets nach Wanzhou. Diese wiesen als Uhrzeit 20:30 auf und wir bekamen Sorge wegen der 3 Stunden Fahrtzeit erst um Mitternacht anzukommen, ohne gebuchtets Hotel.
Wanzhou war uns ohnehin nicht geheuer. Wir hatten gelesen, dass für den 3 Schluchtenstaudamm 4 Mio. Einwohner zwangsumgesiedelt wurden und Wanzhou, ähnlich wie Fengdu zum Teil dem angestiegenen Wasser des Jangste zum Opfer gefallen waren – wer weiss, wie die Stadt (wenn es sie noch gab) aussah – evtl. ein Grund, warum man keine Hotels online buchen kann?

Wir standen also ohne gut funktionierenden Reiseführer in der Jangste-Region im Westen von China wo es überraschend schwer ist zu kommunizieren und hatten im Hinterkopf, dass für den 3 Schluchtenstaudamm
der Wasserpegel so stark angehoben wurde (90 m), dass zig Städte dem Damm zum Opfer gefallen waren.

Wir entschieden uns erstmal in Ruhe zu Essen. Dann passte ich aufs Gepäck auf, Katrin ging zurück zum Ticketschalter um nach früheren Verbindungen zu fragen. Sie kam schnell zurückgerannt und sagte: „Der Bus fährt jetzt!“  Wahrscheinlich fahren die Busse einfach wenn der Bus voll ist und um 20:30 Uhr fährt der Letzte?
Kurz vor der Abfahrt stellte der Busfahrer dann noch fest, dass wir nur ein Ticket besaßen, so dass ich durch den Terminal zurück an den Tiecketschalter lief und mich nach besten Können probierte vor die Chinesen zu drängeln – mal verkehrte Welt.

Jedenfalls sind wir noch mit dem Bus nach Wanzhou gekommen und kamen abends an.  Kurz vor dem Terminal hatten wir ein „7daysinn“ gesehen und machten uns per Taxi dorhin auf, so dass wir um 22:00 ein Hotel hatten (nach einem Zimmerwechsel, weil im ersten Zimmer die Wände so verschimmelt waren, dass der Schimmel wie kleine weiße Haare ca. 1 cm von der Wand abstanden).

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Werbeschild vom Nachbarhotel

Den Abend bis Mitternacht verbrachten wir damit, an einem gemütlichen Straßenimbiss unter einem Schirm zu essen (wegen des Regens)

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Unser gemütliches Straßenrestaurant

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Unser gemütliches Straßenrestaurant

und schon mal am Fährterminal nach Indizien eines Tragflächenbootes zu suchen – wir konnten leider keine finden. 🙁