Beim Einchecken für unseren Flug von Singapur via Kuala Lumpur wurden wir vom Bodenpersonal verunsichert, da unser Visum für Vietnam nur noch 9 Tage Gültigkeit hat und sie nicht wüsse, ob sie uns noch nach Vietnam fliegen dürfen. 🙂

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Schwerer Abschied von Singapur

Nach Rücksprache mit ihren Kollegen stellte dies aber kein Problem da und wir durften unser Gepäck abgeben.

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Als wir in Singapur am Terminal warteten, gab es kostenfreie Internet-Terminals und wir entschieden uns kurzfristig für 18 US$ den Abholservice von unserem Hostel zu buchen (wohl wissend, dass das 5 Stunden vor Ankunft nicht klappen muss).

In Kuala Lumpur hatten wir eine Stunde Aufenthalt und bemerkten anhand des weiblichen Sicherheitspersonals, wie moslemisch Malaysia geprägt sein muss.

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A380 und B747 auf dem Flughafen Kuala Lumpur

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Verschleierter Wachdienst in Kuala Lumpur

In Hanoi gab es bei der Ankunft keine Probleme bei der Einreise. Als wir niemanden fanden, der uns abholen wollte, konnten wir trotz Bestätigung per E-Mail (per kostenlosen WLAN in der Ankunftshalle gecheckt) am Flughafen niemanden finden, der uns abholen wollte. Katrin fand letztlich jemanden, der mit zusammengeklappten Schild in der Halle saß, auf dessen Schild man die letzten 3 Buchstaben unseren Namens lesen konnte.

Abends gingen wir in dem Restaurant neben unserem Hotel in der Altstadt Essen bevor wir schlafen gingen und unsere Klimaanlage auf angenehme 26 Grad Kühlung einstellten.
Scheinbar gewöhnt sich der Körper an Temperaturen? In Bremen würden wir 26 Grad wohl am Rande des zu Warmen finden?

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Bei den Kabeln nicht den Überblick verlieren.

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So wird man gerne Willkommen geheißen (für 14€/Nacht inkl. Frühstück)

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Ein Korbverkäufer

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Abendbrot - das vietnamesischie Essen ist schöner als das Chinesische und man kann sogar lesen, was man bekommt.

Wir schliefen sehr lange, ich bloggte und Katrin las im Reiseführer, bevor wir am Nachmittag das erste mal vor die Straße gingen. Vietnam ist vom Empfinden in den Straßen schon anders als China. Die Vietnamesen sind ruhiger und schreien nicht so. Es gibt ein ständiges surren um Dich, welches die Motorengeräusche der nicht enden wollenden Roller/Motorräder sind, die um einen rum fahren. Wenn man langsam über die Straße geht, „surren“ die undurchdringlichen Roller auch automatisch zur Seite und man kommt über die Straße.

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Straßenseitenwechsel ist eine Frage von ruhig drauflos-gehen

Im Reiseführer stand was von „aufdringlichen“ Verkäufern, die man nur schnell los wird. Das können wir nicht bestätigen, evtl. haben die Vietnamesen schon mehr Erfahrung, wann ein Tourist Interesse oder kein Interesse an einem Kauf hat? Auffällig in Vietnam sind die schmalen, dafür aber sehr tiefen Häuser – jeder will eine „wertschöpfende“ Hausseite an der Straße für Geschäfte, etc. haben.

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Häuser sind schmal, tief und manchmal sogar mit 2 bis 4 Stockwerken

Wir gingen um den Hoan Kiem See in der Innenstadt, in der früher (evtl. auch noch heute?) mal Riesenschildkröten lebten und eine am Jadeberg-Tempel ausgestellt wurde. Bei der chiesisch-vietnamesischen Vergangenheit überrascht es wohl nicht, dass es eine Sage gibt, die besagt, dass eine Riesenschildkröte mit einem göttlichen Schwert die Chinesen vertrieb und anschließend samt Schwert auf dem Boden des Für uns war faszinierend den tiefen Glauben der Vietnamesen zu sehen, die zum Altar für ihre Götter Essen und Trinken mitbringen, beten und uns dabei scheinbar nicht störend empfanden.

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Beten im Tempel

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Ausruhen am See

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Wochenende am Hoan Kiem See

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Auf der roten Brücke am Hoan Kiem See

Als wir um den See gegangen waren kamen wir zur Kathedrale Saint Joseph und auch dort beteten (diesmal die Katholiken) die Vietnamesen. Es waren so viele, dass Plastikstühle auf den Platz vor die Kirche gestellt wurden.

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Kathedrale Saint Joseph

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Wenn man bezahlt...

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...darf man seinen Roller auch auf dem Kirchenparkplatz stellen.

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In der Kathedrale Saint Joseph

Danach sind wir noch ein wenig durch die Stadt geschlendert.

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Götter wollen ruhig gestellt sein, mit Essen (Butterkeksen) und ab und zu eine Zigarette auf den Räucherstäbchen

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Eine Toilette im Cafe

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Fotoshooting am See

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Die Schildkroeteninsel

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Rollschuhlaufen vor den Denkmaehern

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Friedensdenkmal am See

Toll war, dass abends alle Gäste des Hotels um Esen eingeladen wurden.

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Traditionelles Essen und vietnamesicher Vodka

Am nächsten Tag gingen wir in das „Hanoi-Hilton“, das so von den amerikanischen Kriegsgefangenen genannte berüchtigte Gefängnis, das die Vietnamesen von ihren französischen Kolonialisten übernommen hatten.

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Es ist ein bizarres Gefühl, in dem hübschen Hanoi umherzuschlendern, den netten, freundlichen Vietnamesen gegenüberzustehen mit dem Wissen, dass Amerika mit der Politik der verbrannten Erde vor 40 Jahren Hanoi zubombte. Auch die Franzosen haben sich zur Kolonialzeit nicht mit Ruhm bekleckert. Trotzdem werden die Amerikaner und Franzosen sehr höflich behandelt, genauso wie die anderen Touristen. Wir haben bisher noch nicht viel der Geschichte gelesen aber eigentlich wollte Ho Chi Minh vor Allem die französischen Besatzer loswerden und setzte so aus praktischen Gründen auf Kommunismus in Vietnam. Schade, dass die Franzosen nach dem 2.ten Weltkrieg ihre Kolonie wieder haben wollten, sonst wäre die Geschichte sicher anders verlaufen. Als Gast hier in Vietnam kommt man zum Nachdenken gegenüber Frankreich und den USA aber es waren halt andere Zeiten.

Nach dem Besuch des Gefängnis sind wir durch die Straßen zum Wasserpuppentheater gegangen, das am Anfang interessant, später langartmig wurde.

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Im Wasserpuppentheater

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Die Spieler hinter den Wasserpuppen, die immer bis zur Hüfte im Wasser stehen.

Anschließend wollte ich in einen vietnamesischen Biergarten aber das Ziel einen Mass Plastikkanister Bier zu bestellen scheiterte an den Sprachmissverständnissen, so dass es eine Bierdose und eine Art Pizza wurde.

In unserem Hotel haben wir die Visaverlängerung beantragt und eine 2 Tagestour mit dem Schiff in die Halong-Bucht gebucht, zu der wir morgen aufbrechen.