Um 03:58 Uhr morgens wurden wir von den Morgengebeten geweckt. Warum müssen Moscheen Lautsprecher nach außen haben und die Nachbarschaft beschallen, vor allem in der Nacht? Allmählich nervt Ramadhan!

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Hotel-Limousine

Gegen 08:30 fuhren wir zum Bahnhof um Tickets zu kaufen, damit wir morgen von Bandung nach Yogykarta weiterreisen können.

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Zugticketkauf in Yogyakarta oder Yogja genannt

Anschliessend fuhren wir 5 los zum Kawah Putih.
Für uns ist es eine neue Erfahrung jetzt einen Fahrer, einen Übersetzer und eine Ortskundige zu haben, die uns den Tag organisieren/begleiten.

In Indonesien gibt es viele „Dienstleistungen“:
– Affen, die bei roten Ampeln mit Fahrrädern über Zebrastreifen Fahren, damit der Besitzer ein bißchen Geld von den unterhaltenen Autofahrern bekommt.
– Autowäscher an roten Ampeln
– Guitarrenspieler an roten Ampeln
– Parkein- und Ausweiser
– freiwillige „Verkehrsregler“, die sich auf einer Strassenkreuzung so auf die Strasse stellen, dass sie einen in eine vielbefahrene Straße winken können.
Alle bekommen ein Trinkgeld.

Ich gab unserem Fahrer Slamet einen „Haufen“ Trinkgeld (ca. 4€) damit er das zahlen kann.
So „entlastet“ konnten wir uns auf „schauen“ konzentrieren.
Die Stadt Bandung ist als 4. größte Stadt Indonesien mit ihren 2Mio. Einwohnern Jakarta was Stau angeht sehr ähnlich – nichts bewegt sich.
Wir benötigten knapp 2 Stunden um aus der Stadt zu kommen.
Der Kawah Putin ist der schönste Vulkan in der Nähe von Bandung und wird wegen der aufwendigen Anfahrt trotzdem weniger angefahren als andere Vulkane und wir begriffen trotz eigenem Auto/Fahrer warum.

Dafür gab es viel zu sehen und die Landschaft war toll.
Intetessant waren die Pferdekutschen, die als Busse dienen und die Schulkinder in Uniformen.

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Schulkinder auf dem Heimweg

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Eine Muellabfuhr scheint es nicht zu geben, jeder muss sein Muell selbst verbrennen

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Ein Moscheen-Kuppel-Haendler

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Pferdekutschen-Bus

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Reis vor der Ernte

Am Kawah Putih waren wir ca.30 min. Dann sagte uns Atra, dass wir aufbrechen sollten, wenn wir noch den
Tangkuban Perahu sehen wollen. Der Park dort hat nur bis 18:00 auf.

Dort kann man direkt am Kraterrand stehen während der Reiz des Kawah Putih mehr das Wasser ist, da es je nach Bedingungen verschiedene Farben annimmt.

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Am Kawah Putih

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Slamet, Atra, Mia, ich und Katrin am Kawah Putih

So saßen wir wieder ewig im Auto.

Obwoh Mia kein Kopfuch trägt ist sie scheinbar sehr religiös . Sie ass nichts und wollte auch nichts trinken. Slamet ass immerhin ein wenig Milchbrötchen, trank ein wenig Wasser und rauchte eine Zigarette. Später wurde er einmal so müde (oder schlief ein?), dass wir auf der Autobahn auf den Seitenstreifen drifteten (oder einfach nicht kurz aufgepasst?) und er sich auf dem Seitenstreifen Wasser ins Gesicht schüttete.
Autofahren ist in Indonesien jedenfalls Schwerstarbeit und wesentlich anstregender als in Deutschland.
Ich fragte mich, ob wir nicht lieber eine Pause machen sollten, zumindest etwas Essen, evl. ein Kaffee?
Wie auch immer, aus Rücksicht auf Ramadhan, achteten Katrin und ich (und Atra, der nicht fastet) darauf, Schokoriegel und Getränke so versteckt zu konsumieren, dass Mia und Slamet es nicht sahen.
Immerhin scheint Indonesien zu seinen nichtfastenen Minderheiten tollerant zu sein. Zumindest haben wir noch keine „Religionswächter“ gesehen. Ein Mitreisender erzählte uns von seinem Freund, der zu Ramadhan im Hotel einen Mangosaft trank und darauf von der Polizei fast verhaftet wurde, dann sein Getränk in der Toilette trinken durfte (ich glaube er sprachvon Dubai oder Saudi Arabien).

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In Indonesien gibt es viel mehr Bettler als in China oder Vietnam

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Nicht verwechseln: Waschbecken

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Nicht verwechseln: Urinal

Wir kamen um 17:15 am Toreingang des  Parks an aber oes war schon zu. Auch mit Trinkgeld war der Ticketwärter nicht zu locken, da Ramadhan ist und er ab 18:00 wieder Essen kann.

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Vor verschlossener Tuer am Tangkuban Perahu.

Wir probierten jetzt über den Ausgang
hineinzufahren, der ca. 2 km entfernt lag. Die Schranke war noch oben und da auch viele Motorroller dort hineinfuhren fuhr Slamet die Straße in verkehrter Richtung den Berg hoch.
Nach ca. 1 km kamen wir an einem Zusammentreffen von ca. 100=200 Personen vorbei, die scheinbar geade ein illegales Rennen veranstalteten.

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Erwischt beim illegalem Rennen

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Schade, dass alle abhauen, wir haetten gerne mal ein illegales Rennen gesehen.

Atra stieg aus um nach dem Weg zu fragen.  Scheinbar waren wir mit dem Auto und den Fotos die wir schossen eine derart verunsichernde Erscheinung, dass sich alle innerhalb von 2 Minuten verzogen. Leider brachte ein weiterfahren trotzdem nichts, da die Straße immer schlechter wurde. Wir probierten noch kurz zu Fuss weiterkommen aber kurz vor Sonnenuntergang drehten wir um. Die anderen fuhren uns zurück zum Hotel und wollten noch gemeinsam was Essen, bevor Atra und Slamet alleine zurück nach Jakarta zurückkehrten. Uns taten sie ein wenig leid. Wir hatten schon 11 Std. Autofahrt für 30min. Touristenattraktion hinter uns gebracht, die beiden hatten noch zusätzliche 2-3Stunden vor sich.
Wir haben aus dem Ausflug gelernt. Wir werden zukünftig Stau probieren zu meiden und wo es geht den Zug nehmen.