15.08. – 17.08.
Albany wird uns als hübsche Westernstadt in Erinnering bleiben, in der es ständig regnet. Wir waren morgens am Hafen auf einen Katamaran und gingen mit einem Touranbieter auf Wal-Tour. „Sail a Whale“ ist ein sympatisches Familienunternehmen. John und sein Sohn Sunny fahren mit Touristen auf „Wal-Fang“ für die Touristen, die Ehe-Frau backt zuhause Scones als Verpflegung für die Gäste.
John gab uns eine gute Einweisung. Von Norden kommt warmes Wetter vom Süden kaltes. Dies sorgt im Winter für ordentlich Regen. Vor der Küste gibt es einen Graben, 3 mal tiefer als der Mount Everest hoch, dies sorgt für Strömung mit Whirlpool-Effekt. Wale lieben dieses Warme „Blasenwetter“ und wir werden uns heute wie Korken im Whirlpool fühlen, damit gings los und so wurde es auch. Kurz nach dem Hafen wurde das Wetter schlechter und wir kämpften uns durch die Wellen. Der erste hatte seine Tüte in der Hand und ließ sie bis zur Rückkehr auch nicht mehr los. Die Idee einen Punkt am Horizont zu fixieren, damit einem nicht schlecht wird scheiterte am Wetter, es war kein Horizont zu sehen.
Wir sahen während der Tour kurzfristig einen Wal aber so kurzfristig, dass wir wiederkommen dürfen ohne noch einmal zu zahlen, allerdings wohl erst Samstag früh, Freitag stürmt es.
Zum Nachmittag schauten wir die veschiedenen Supermärkte und Outdoorläden nach Bettdecken, wahlweise Schlafsäcke durch. Wir wollen nachts nicht mehr im Auto frieren. Erst wollten wir die paar Tage durchhalten aber selbst in Alice Springs werden uns nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt erwarten (Wüstenklima), so dass wir uns das jetzt gönnten. Abends kauften wir uns 2 Schlafsäcke für je 54$ mit einem Comfortbereich bis 0 Grad. Der Sturm konnte am Freitag kommen.
Und er kam đ Unsere Schlafsäcke waren toll, schöne warme Nacht aber unsere Toilettengängen wurden von Regenpausen bestimmt. Später gingen wir lange durch die Second Hand Läden der Gegend, dann durch die Shopping Malls. In einem Billig-Laden haben wir eine Espresso-Maschine a la Bialetti für 8$ gefunden. Bald können wir schönen Espresso trinken.
Zum Nachmittag fuhren wir 2 Buchten der Umgebung an, den Cheyne Beach und Bettys Beach im Waychinicup Nationalpark.
Waren die 16 km Schlammstraße zum Bettys Beach eine erster Vorgeschmack für die 173 km ungeteerte Zubringerstraße vom Wave-Rock nach Southern Cross auf unserem Weg zur Goldgräberstadt Kalgoorlie? Jedenfalls haben wir das als Anzeichen genommen zusätzlich Wasservorräte zu kaufen, so dass wir ca.40 Liter Trinkwasser für alle Fälle dabei haben werden.
Sicherlich überrascht es nicht, dass es die ganze Nacht wieder regnete?
Trotzdem fuhren wir Samstag früh auf unsere „Sail a Whale“ Tour 2. Diesmal waren wir ingesamt ca. 20 Gäste (nicht wie Donnerstag 6) und es fing unmittelbar nach dem Verlassen des Hafens an zu regnen. Da Wale aber in flacherem Wasser, dichter an Albany gesichtet wurden, mußten wir bis zum ersten Komtakt nicht so weit fahren. Wie üblich holte John nach erstem Sichtkontakt seine Blockflöte heraus und scheint mot dem Spielen in der Tat die Neugier von Walen gewinnen zu können. Tatsächlich kamen sie dadurch oft an die Oberfläche und ein Jung-Wal ließ sich bis zu Berührung des Katamaranrumpfs an das Boot treiben.
Auf dem Weg zurück kamen dann noch 4 Wale nebeneinander an das Boot, um vor dem Rumpf abzutauchen. Es war ein toller Ausflug, Schade, dass man von Walen auch beim Auftauchen nir so wenig sieht, der größte Teil des Körpers bleibt halt unter Wasser.
Nach der Rückkehr machten wir uns gegen 14Uhr auf den Weg in den Norden ins Outback Richtung Waves Rock.
Die Fahrt ging über Pingrup nach Lake Grace in einen Caravan-Park und wir stellten uns die Frage, was ein bewegt, so weit ins Outback zu ziehen?













