Gestern konnte ich mein Gleitschirm bei der Post in Alice Springs abholen. Erst sagten sie sie hätten kein Paket für mich aber nachdem die Servicehotline mir die Trackingnummer gab und bestätigte, dass das Paket schon vor 10 Tagen ankam, konnte man mein Paket finden.
Dafür, dass Fliegerfreund Philipp den Schirm am 19.07. auf Reisen schickte und man mit 7-10 Sendungstagen zu rechnen hat, wurde es ja doch eine recht schwierige Geburt.
Schwierig wurde es auch in Alice Springs einen Zahnarzt-Termin zu bekommen. Da meinen Zahnschmerzen seit 6 Tagen nicht weggehen, wollte ich gestern zum Zahnarzt, eigentlich hatte ich es schon Freitag probiert. Es gibt in Alice Springs 3 Zahnärzte, keiner hat Notdienst. Termine brauchen lange und ich hatte Glück heute zu einem Emergency Slot in die reguläre Dienstpraxen-Zeit zugelassen zu werden.
Innerhalb von 1 Stunde hat man mir meinen Nerv gezogen – jetzt kann ich wieder kalte und heiße Speisen zu mir nehmen, 331$ die sich gelohnt haben.
Heute besuchten wir noch die Flying Doctors und die School on Air.
Die Flying Doctors gewährleisten die medizinische Versorgung im Outback und überall hier im Outback trifft man auf Sammelstellen und Werbung für diese Intstitution. Der Erfinder Mr. Flynn ist ein vielgeschätzter Mann in dieser Gegend, diverse Straßen sind nach ihm benannt. Kein Wunder – die meisten Outbackler sind auf ihre Hilfe angewiesen – nicht nur im Ernstfall. Zum Teil gewährleisten sie auch Routinekontrollen und erstellen Diagnosen über Funk.
Anschließend besuchten wir die School on Air. Wir waren vor ein paar Tagen schon hier gewesen aber heute gab es hier Unterricht.
In 2 Studion sitzen je ein Lehrer und geben Unterreicht für Kinder im Outback. Zum Teil sind die Klassenkameraden bis zu 3000km voneinander entfernt.
Die Arbeit der Leher war bemerkenswert. Sie erzählen was in die Live-Kamera, beobachten die Kinder vor ihren Kameras, zoomen in die entsprechenden Bücher und schalten die Kinder je nach Bedarf auf Laut oder Leise.
Einmal in der Woche bekomen die Kinder Pakete mit Unterrsichtsmaterialien von der Schule und ihre Hausaufgaben werden von Müttern oder Supportern eingescannt und dem Lehrer gesandt. Ein Aufwand der sich doppelt lohnt. Die Outback-Kinder schneiden durchschnittlich besser bei Lernkontrollen ab als normal unterrichtete Kinder. Ausserdem gaebe es sonst nur ein Internat mit Trennung von den Eltern.
Interessant war auch die ca. 3 x 4 m große Ecke für Sport- oder Musik-Unterricht vor der Kamera.
Morgen schaffen wir es hoffentlich endlich weiterzufahren Richtung Tennant Creek um dann nach rechts Richtung Cairns abzubiegen.




