Die ersten Tage in Auckland waren anstrengend und vor allem mit Organisation des Autos und Handy-Sim-Karte belegt. Leider gab Beyoncé 4 Tage ein Konzert, so dass die meisten Hostels ausgebucht waren. Wir mußten täglich die Zimmer/Hotels wechsen.l
Wir haben uns für 16$ eine Skinny-Sim Karte gekauft – eine Telecom NZ Tochter. 500MB/Monat Internet, 100Freiminuten und SMS unbegrenzt nach Neuseeland und Australien.
Jucy (eine der großen Leihwagen und Hoelkette) nannte für 2 Monate Camperleihwagen (Toyota Estima in Deutschland Previa genannt) folgende Preise:
– 2700$ als Risk-Takeroption (3000$ Selbstbeteiligung)
– 4000$ Vollkaskoversichert
Als erstes gingen wir zum BCW (Back Packer Carworld). Der Händler wollte für seine schlechten Autos ab 2500$ bis 5000$. Einige gab es mit Garantie, gegen Aufpreis versteht sich.
Wir haben 2 Tage unsere „Kommandozentrale“ bei Starbucks aufgebaut (Internet umsonst).
Dabei gingen wir durch die üblichen Internetseiten (http://www.reisebine.de/Neuseeland/nz-autokauf.asp und http://auckland.gumtree.co.nz/) mit Verkaufsanzeigen, Telefonierten wie wild und pflegten Vergleichstabellen.
Leider entpuppen sich viele Privatverkäufer als Händler.
In Australien sind die Verkäufer zu uns gekommen, hier juckeln wir ewig im Bus, um ein Auto anzuschauen.
Am 2. Tag schauten wir uns bei einem Russen seine 4 Toyota Estimas (2 800-3200$) an. Mit dem für 2800$ könnte man mit diversen Restbaustellen als Verzweiflungskauf leben – evtl. doch liebere?.
Am 3. Tag fuhren wir zu Svenja. Sie wollte ihren 4wd Estima für 4000$ verkaufen: Hörte sich super an,
komplett ausgestattet, neue WOF (TÜV der hier alle 6 Monate erneuert werden muss), viele neue Ersatzteile.
Als wir ankamen standen wir mit 6 Kaufinteressierten am Wagen. Da wir so viele waren, stand es uns frei uns im Preis zu überbieten um den Wagen zu bekommen.
Katrin und ich teilten uns wie üblich auf: Sie im und um den Wagen schauen, ich unter den Wagen plus Motor, etc.
Die Achsmanschette war gerissen, die Antriebswellen klackertem beim Kreisfahren, das Bett waren 2 Paletten =kein Stauraum.
Der Topwagen entpuppte sich als Flopp -mußten wir doch den ungeliebten 2800$ Wagen vom Russen kaufen?
Ich rief die nächsten Verkäufer an. Katrin lernte Anna kennen. Anna geht zur Sprachschule und sucht ein Auto, mit dem sie reisen kann, wenn ihr Freund Mitte Dezember kommt.
Sie hat keine Ahnung von Autos, ihr Freund hat gerade seinn Führerschein gemacht und auch keine Erfahrung. Sie schlug vor, dass sie uns nach unseren 2 Monaten Reisen gerne unser Auto zu unserem Kaufpreis abkaufen würde, weil sie dann glaubt, ein gutes Auto zu bekommen.
Uns wäre dies sehr recht, schon einen Käufer zu haben. Mitte Dezember beginnt die Hochsaison und die Autopreise sind am Höchsten trotzdem hätten wir den Vorteil, am letzten Tag nach Auckland kommen zu können, ohne lange einen Käufer zu suchen.
Ich weihte Anna in unsere bisherigen Favoriten ein und wir drei machten uns gemeinsam auf den Weg zum Bus um Autos anzuschauen:
Madzda Bongo, 3990$ leider Anschnallgurte angeschimmelt und das linke Fenster hat ein Wackelkontakt. Ab und zubleibt das Fenster stehen und man bekommt es nicht uu, ansonsten sah er gut aus.
Mitsubishi L300: 3750$ gruseliges Aussehen, wir sind sofort weggegangen.
In der Nähe warteten wir an einem Supermarkt auf einen Verkäufer aus Taupo, ca. 300km entfernt, der ohnehin nach Auckland mußte.
Im Supermarkt gab es ein Aushang für ein Nissan Largo, den wir auch kontaktierten.
Unser Anbieter aus Taupo bot einen Toyota Estima Lucida an. Ein 4wd Van ähnlich zum Sharan. Gerade erst 2200$ für die WOF investiert. Er sah ok bis gut aus, nur das eingebaute Bett (aus sich auflösenden, fusslnden Pressholz) war viel zu niedrig um Rucksäcke zu verstauen. Von außen hatte er allerdings schon diverse Gebrauchsspuren und Dellen sowie Kratzer in den Seitenscheiben.
Er wollte sofort eine Kaufentscheidung, da er noch nach Taupo zurückwollte.

Sieht von untern überall ganz gut aus - hoffentlich ist die Pfütze wirklich nur Kondenswasser von der Klimaanlage?
Wir baten ihn noch zu warten und luden ihn zum Kaffee ein, weil Allan mit seinem Mitsubishi Largo auch zum Parkplatz kam.
Allan verkaufte sein Auto, weil seine Eltern in England krank sind und er innerhalb der nächsten 4 Wochen nach England zurück will.
Sein Auto für 3000$ sah top aus, wie ein Neuwagen, ich konnte keine Fehler sehen, er hatte viel Platz aber er war tiefer gelegt.
Wir hatten plötzlich 2 Verkäufer mit guten Autos auf je einer Seite des Parkplatz. Letztlich entschieden wir gegen unser Herz für Logik und nahmen den delligen 4wd, von dem wir Glauben, dass er besser geeignet ist, auch mal abseits der Straßen zu fahren.
Wir waren nicht sicher wie gut man mit Allans Wagen
mit nur ca. 12cm Bodenfreiheit reisen kann – der bessere Wagen wäre es in jedem Fall gewesen.
Deshalb gingen wir zu Zoran, dem Verkäufer des 4wd Toyota Estima und kauften ihden Wagen ab – Bedingung: 3000$
Er schlug ein und wir gingen abends auf unsere Kosten Bier trinken, den es war so spät, Zoran mußte sich ohnehin schon ein Hotelzimmer nehmen. Er hatte ein Auto für 3000$ verkauft , vorher 2200$ hineingesteckt, mußte jetzt ein Hotelzimmer nehmen und morgen 3 Stunden mit dem Bus nach Hause fahren.








