Den Vormittag probierte ich Meachaniker zu erreichen, chancenlos an einem Sonntag. Da der Wind zu stark war konnte man auch am Coronet Peak, dem Hauptflugberg in Queenstown nicht fliegen. Katrin wollte bis Mittag schlafen und ich ging zu Mc Donald zum Frühstück und bloggen. So schön Neu Seeland und Australien sind, was freies Internet angeht, sind die beiden Entwicklingsländer. Überall auf unseren Reisen gab es meist Internet umsonst, in Vietnam gab es sogar oft PC’s auf dem Zimmer aber hier gibt es auf Campingplätzen meist PC mit Münzschlitzen, so dass man 1$/10min. zahlen muß. Der Blogg lebt seit Australien von Mc Donald, Burger King und Star Bucks besuchen, wo ich die offline geschriebenen Texte hochlade.
Um 14:00 war ich zurück am Campingplatz. Da Katrin noch duschte und wir ohnehin nicht mit dem Auto fahren konnten, entschloss ich mich nochmals alleine zu probieren die Bremse zu reparieren. An der Campingplatzrezeption bekam ich einen 17mm Ringschlüssel und einen ca. „1m “ langen Schraubenschlüssel, den ich als Hebel nutzen konnte.
Tatsächlich bekam ich im Gegensatz zum Versuch in Roturua diesmal die Schrauben am Bremssattel gelöst.
Um meine Hose nicht dreckig zu machen, entschied ich mich, zur Belustigung unserer Campingnachbarn, bis auf Unterhose und T-Shirt auszuziehen und begann mit dem Wechsel der Bremsbeläge.
Um die neuen, noch dickeren Bremsbeläge in den Sattel zu bekommen, entfernte ich die Bremsscheiben am Rad, schraubte den Bremssattel wieder an und nutze eine Stange als Hebel, um die Hydraulik der Belagsaufnehmer der Bremse wieder zurück zu drücken.
Die alteh Bremsbeläge hatten immer noch 5mm Bremsbelag aber als ich an der rechten Bremse schraubte, stellte ich fest, dass die Bremse fest hing. Nachdem ich ein wenig gehebelt hatte, schien die Bremse wieder leichtgängig zu sein und ich konnte auch hier die Beläge wechseln.
Mein youtube-Film „Bremsbeläge wechseln“ schauen hat sich gelohnt, die Bremse funktioniert wieder und ich bin sehr Stolz mit unserem rudimentären Werkzeug auf dem Campingplatz die Bremsen repariert zu haben -und das in Unterhose.
Morgen geht die Tour weiter „ohne“ Werkstätten nach Terminen abklappern zu müssen.



