Der Sommerpalast in Chengde ist eigentlich ein Park mit diversen Haeusern und Pavillons. Der Kaiser liess ihn sich zur Sommeresidenz ausbauen, weil er alle Landschaftsfacetten Chinas abbildet und die Gegend ausserdem im Sommer ein mildes Klima hat.
Als wir aus unserem Hotelfenster schauten, wussten wir schon, dass es wieder ein warmer schwueler Tag werden wird.
Da wir das chinesische Wort fuer Sommerpalast nicht hatten, liessen wir uns als erstes zu einem der ausseren Palaeste fahren. Wir waehlten den Putuozhongsheng (Tempel der Putuo-Lehre), da er der groesste Tempel ist und eine kleine Kopie des Potala-Palastes in Lhasa in Tibet.
Anschliessend sind wir zum Sommerpalast gefahren. Kangxi-Kaiser (reg.1661-1722) höchstpersönlich suchte das Gelände für die Sommerresidenz aus und gab 1703 den Befehl zu ihrem Bau.
Dem Hauptpalast (ZhengGong) oder Mittelschloss fehlt jene Schwere, die die sonstigen kaiserlichen Palastanlagen auszeichnet, und so ist es kein Wunder, dass die Kaiser bevorzugt hierher kamen. Die Gebäude sind schlicht, und das verwendete Holz ist naturbelassen, so dass es sich harmonisch in die umliegende Parkanlage einfügt.
Jiaqing (reg.1796-1820), hatte das Pech, hier von einem Blitz erschlagen zu werden, was als schlechtes Omen gewertet wurde, und so geriet das Gelaende nach und nach in den Zustand des vergessens. Erst 1985 wurde die Anlage zu einem nationalen Denkmal erklärt.
Der Palast zeigt vor allem Modelle und Bilder, wie die Raeume des Kaisers aussahen.
Zum Palast gehoert herrlicher und weitlaeufiger Park der drei Bereiche hat: Das Seengebiet, das die Wasserlandschaften südlich des Yangzi symbolisiert, die Steppenebene, die für die Weiten der Mongolei steht, und das Hügelgebiet, das für optimales „Fengshui“ sorgt.
Der Park ist landschaftlich sehr schoen und wird auch von vielen Einheimischen zum Entspannen genutzt.
Vom Park kann man auch den bizarrgeformten Waschknüppel-Berg in der Entfernung sehen. Dort kann man per Sesselift hochfahren und schoene Wanderungen beginnen. Wir verzichteten au Zeitgruenden darauf.
Abends sind wir dann per Bus zurueck nach Peking gefahren.

















