Gestern abend hatten wir unseren ersten richtigen Fehlgriff in der Hotelbuchung. Nachdem wir nach Ewigkeiten das Hostel fanden, war unsere  Toilette so schmutzig, dass wir auf der Suche nach einer Alternative waren.

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Per Metro zum Hotel

Da wir die Nacht ohnehin zahlen mussten, konzentrierten wir uns wegen der Uhrzeit (22:30) erst auf Nahrungssuche.
„Pizza Hut“ war das einzige noch offene aber nur zum Mitnehmen. So streiften wir mit Pizzakarton durch die Hochhausstraßen und fanden ein Hostel und ein „7daysinn“-Hotel (chinesische Hotelgruppe a la IBIS). Nachdem wir die Toilette des Hostel nicht bessser fanden schauten wir uns die Zimmer im 7daysinn an und wurden fündig. Die Kommunikation über Preis etc. bestand dabei auf malen auf die Rückseite des Pizzakartons.
Wie auch immer, es wurde eine spätes aber schönes Zubettgehen, wenn wir auch 2 Hotels zahlen mußten.

Heute morgen sind wir dann spät aufgestanden und ich stellte in der Straße erschreckt fest, dass die Geldautomaten von 3 Banken alle nicht funktionierten. Da wir es vor der Bahnfahrt nicht mehr zur Bank geschafft hatten waren unsere chinesischen Finanzreserven bei ca. 500RMB (= chinesische Yen), also ein wenig über 50 Euro.

Davon mußten wir heute in den Panda-Park und auf jeden Fall noch eine Hotelnacht zahlen… zum Glück war Montag und wir hofften, dass zum Abend wieder alles läuft….

Chengdu kann man auch Panda-City nennen, es hat den größten Panda-Park und ist ein wenig das Tor zum Westen bzw. des noch nicht so weit entwickelten Teil des Landes.

Wir hatten uns vorgenommen die Pandas anzuschauen, evtl. über den Marktplatz zu gehen und zukünftig immer mindestens 1000 RMB Reserve in den Taschen zu haben.

Da der Lebensraum der Pandas durch die fortschreitende Entwicklung Chinas  immer weiter zurückgeht, gibt es immer weniger und bald keinen Lebensraum mehr für Pandas. Es ist  ungelöst, wie es weitergeht.
Da Pandas sich nur von Bambus ernähren werden sie langfristig entweder Aussterben oder nur in Zoos überleben.
Der Panda-Zoo probiert 2tes zu realisieren und möglichst viel Geld für den Erhalt von Pandas zu sammeln:

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Eingang zum Panda-Park

– Über Sponsoren, die per Tafel über dem Gehege namentlich genannt werden
– Über „normalen“ Eintritt in den Zoo, wie wir ihn zahlten
– Pandas im Arm halten dürfen für 250US$
– Man auch eine der Panda-Researchspezialisten als Guide buchen, vom Praktikanten bis zum Professor im Preis ansteigend.
– Der Chengdu Panda-Zoo „verleiht“ bzw. „exportiert“ Pandas an andere Zoos, z.B. in den Berliner Zoo für ca. 8000 US$ / Monat (ich meine das auf der Homepage gelesen zu haben?).

Da es sehr warm war und Pandas kühle bevorzugen, waren die meisten Pandas drinnen im gekühlten Raum und da sie sich ausschließlich von Bambus ernähren, das nicht so viele Nährstoffe wie Menschennahrung hat, verbringen sie die meiste Zeit mit fressen.

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Im Pandapark

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Ein Panda leidet unter der Hitze und hechelt.

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Hinter den Kulissen.

Schade, dass Chinesen es nicht schaffen, ruhig zu sein, auch wenn überall Schilder stehen, dass Pandas Ruhe brauchen und man sich entsprechend verhalten soll.

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Mama und Kind

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

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Im Pandapark

Wie auch immer, es war ein schöner Besuch, es ist aber schon ein bißchen Disneyland auf Panda-Basis.
Wie die Zukunft für die Vorbilder der Teddys weitergeht – keine Ahnung.
Gelernt haben wir aber auch was, z.B. das es nicht nur schwarzweiße Panda gibt, sondern auch rote.

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Roter Panda

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Rote Pandabären im Park

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Roter Panda

Zurück sind wir dann man mit dem Linienbus (mit viel Holzverkleidung) gefahren.

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Unser Bus zurück in die Stadt

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Im Bus zurück in die Stadt

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Das überwiegende Fahrzeug ist hier das Motorrad (2 oder 3 rädig)

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Sonnenschutz bei vielen Motorrädern

Abends haben wir dann noch den Zentralplatz von Chengdu besucht.

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Auf dem Zentralplatz in Chengdu mit Mao im Hintergrund

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Fahrradtransporter und Mönche im Hintergrund

Fanden wir ganz interssant: Da das Schönheitideal in China schwarze Haare und weiße Haut ist, überrascht es auch nicht, dass Werbung für extrem weißen Haut-Puder gemacht wird.

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Modeboutique im Zentrum

Alles ganz gut gelaufen, abends gab es sogar wieder Geld aus Automaten und ich habe mich mit einem Eis belohnt – mit Erbsengeschmack.

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Ein Eis mit Erbsengeschmack

Morgen gehts weiter per Zug nach Chongqing – diesmal nur 5 Stunden Zugfahrt.