Morgens reihten wir uns in die Schlange um das Ho Chi Min Mausoleum, welches einem ähnlich zum Mao Mausoleum recht schnell um den Leichnam führt. Vor uns war eine ältere Frau im Rollstuhl. Es kamen Soldaten herbei, huben ihren Rollstuhl, die wenigen Treppen hinauf und einer schub sie durch das Mausoleum, die Vietnamesen haben das gut organisiert.
Anschließend machten wir uns zu Fuss zum Litereatur-Tempel auf, der ersten Universität, die von Konfuzius gegründet wurde und wo er als Professour lehrte. Eigetnlich wollten wir zum daneben liegenden Ba Dinh Platz und Ho Chi Min Haus aber über Mittag hatte alles zu, so dass wir das auf den Nachmittag legen mußten. Auf dem Weg kamen wir an verschiedenen Geschäften vorbei. Einige Werkstätten reparierten Elektromaschinen, indem sie Spulen für Maschinen wickelten, andere verkauften spezielle Schmierfette aus Schüsseln (siehe Foto).
Kurz vor dem Literatur-Tempel kam uns ein Mann entgegengehumpelt, der offene Beine bzw. Füße hatte. Die etwa Untertassen große Wunde war offen unbehandelt und er humpeltet an der vielbefahrenen, dreckigen Straße entlang. Er bettelte uns nicht an aber als wir an ihm vorbei waren, gingen wir zurück und gaben ihm 500.000 Dong (laut Reiseführer ein Wochenlohn), damit er zum Arzt gehen kann. Erst registrierte er nicht die Höhe der Geldsumme, aber von der Entfernung verbeugte er sich mehrere Male. Ob es jetzt ein Art zu Betteln ist, mit verletztem Fuss oder nicht? Ich glaube, wenn jemand mit einer so großen und schmerzhaften Verletzung auf der Straße unterwegs ist, so ist es jedenfalls nicht normal (auch hier in Vietnam nicht).
Im Literaturtempel angekommen trafen wir auf Schülergruppen und Absolventen, die Gruppenfotos machten.
Obwohl es in Hanoi, so viele Touristen gibt, scheint man doch exotisch zu sein. Zumindest fragte eine Absolventin, ob Katrin ein Foto von mir mit ihr zusammen machen kann,
Später gingen wir weiter durch die Stadt zum Ba Dinh Platz. Auf dem Weg kamen wir an einem der typischen offenen Küchen vorbei.
Ich wollte unbedingt Ban Cha, die reginalen Frühlingsrollen mit Hackfleischfüllung probieren, als wir an einem Werbeschild an einem Restaurant vorbeikamen, setzten wir uns dort zum Essen – auf die typisch kleinen Stühle.
Durch das Diplomatenviertel gingen wir dann zum Ba Dinh Platz bzw.zum Regierungsviertel.
Auf dem Ba Dinh Platz kann man sich gut vorstellen, wie die Paraden abgehalten wurden. Neben dem Platz sind die Regierungsgebäude sowie den Ho Chi Minh Amts- bzw. Wohnhäuser.
Neben dem Regierungsviertel gibt es einen Park, in dem die Soldaten marschieren üben. Irgendwie ist das Areal ziemlich groß, trotzdem ist es nicht einfach einen Ausgang zu finden, so dass wir direkt an den auf dem Boden liegenden Gewehren der Soldaten vorbeikamen. Wir haben und direkt neben den Soldaten und Gewehren allerdings nicht getraut, Fotos zu machen.
Es war ein schrecklich heißer Tag – keine Ahnung, wie Soldaten das in ihren Anzügen aushalten. Katrin und ich schwitzen, so viel, dass wir eigentlich die ganze Zeit in feuchten Kleidern durch die Gegend laufen.
In unserem Reiseführer stand etwas von einem Tümpel, in dem die Überreste eines B´52 Bomber zu finden ist. Es war nicht so einfach zu finden aber ein Vietnamese den wir in einer Werkstatt am Straßenrand fragten, begleitete uns, bis wir die schmale abgehende Straße im Wohngebiet gefunden hatten.
Erst haben wir nicht verstanden, warum die Frauen auf der Straße in der Regel so verschleichert sind. Heute wissen wir – sie schüten sich vor der Sonne um nicht braun zu werden – weiße Haut ist schöner.
Zum abend gingen wir zu Fuss zurück zum Hotel.































