Kalgoorlie-Boulder sind eigentlich zwei Städte im australischen Western Australia, die zusammen ca. 28.000 Einwohner haben. Patick (Paddy) Hannan löste hier´den australischen Goldrausch aus. Er fand hier 1893 Gold, drei Tage nach Anmeldung seiner Schürfrechte suchten schon 600 Menschen an seiner Fundstelle nach Gold.
Kalgoorlie liegt an einer der größten Goldadern der Welt. Hier finden sich noch zahlreiche historische Gebäude aus der Zeit des Goldrauschs und die Super Pit Goldmine, die heute noch in Betrieb ist.

Die 5 km breite und 1,5 km lange und 500 Meter Tiefe Super-Pit-Goldmine, ist das größte Goldbergwerk Australiens und fördert im Tagebau jährlich 850.000 Unzen (28 Tonnen) Gold. Eine gute Aussicht auf die Mine hat man vom Super Pit Lookout (Boulder Block Road). Als wir gestern den Aussichtpunkt erreichten waren wir über die Dimensionen sprachlos – alleine die Fahrzeuge sind schon riesig.

image
image

Superpit: Ein vollbeladener Kipper fährt 45 min. vom Abbau bis zum Sammelpunkt

image

Leider konnten wir die Mine nicht besichtigen, weil Hochwasser und daraus resultierende Kurzschlüsse ein betreten zu gefährlich macht. Die wirkliche Mine, kann man aus Sicherheitsgründen ohnehinnicht besichtigen.
Evtl. ist es besser so, den riesigen Maschinen nicht zu Nahe zu kommen? Allerdings war das Besucherzentrum sehr informativ.
Was für ein Riesenauswand. Man erklärte uns, dass ein Kipper 4,4Mio. $ kostet, 300l/ Stunde verbraucht und aus 6 bis 7 vollbeladenden Kippern insgesamt ca. 1 Tennisball großer Goldnugget erwirtschaftet wird. Aus 6-7 Ladungen a  220 Tonnen Gestein „ein“ Tennisball Gold?

image

Kipper für 220 Tonnen Nutzlast, alleine ein Reifen kostet 35.000$

image

Im Kipper

image

Katrin in der Schaufel

image

Ein Minen-Schutzraum für 12 Personen

Trotzdem, wenn man im Jahre 2021 die Mine schließen will soll insgesamt Gold im Wert von 70 Mrd. $ (Bezugjahr 2010) abgebaut worden sein.

Scheinbar lebt ein großer Anteil der 28000 Bewohner temporär hier? So richtig schöne Häuser fanden wir nicht. Ich empfand die Stadt ziemlich öde, da kann auch ein Wellenbad, in dem man angeblich Wellenreiten kann, nichts dran ändern.

image

Paddy Hannan

image

Alkohol ist bei viélen Aborigines ein Problem

Ich glaube viele Minenmitarbeiter arbeiten einfach temporär und wollen sich nicht lange niederlassen, so erklärt sich wohl auch, dass die ersten 3 Campingplätze voll waren – vermietet an Langzeitcamper = Minen-Mitarbeiter.

Gesehen haben wir es nicht aber im Reiseführer steht, dass es hier Läden gibt, wo Minenarbeiter direkt nach der Schicht mit Minenkleidung zum Bier gehen, während die Frauen in Dessous bedienen – das glaube ich ungesehen und passt finde ich zur Erscheinung des Ortes. Hier kann man mal interessanterweise Superpit und die historische Straße mit dem Denkmal von dem ersten Gold-Entdecker Paddy Nannan gesehen haben, länger bleiben muss man nicht.

Aber es ist eine gute (relative große) Stadt zum volltanken und einkaufen vor dem Start zur Tour durch die Nullarbor-Wüste. Außerdem muss man der Stadt lassen, dass wir nach 2 Tagen das erste mal wieder Handy-Empfang hatten.