Bevor wir in Alice losfuhren, kauften wir uns im Autoteilegeschäft vorsichtshalber einen neuen Keilriemen für 18$. Unser Riemen ist porös und wird irgendwann reißen.
Ansonsten ab es eine lange Fahrt durch Steppe, Termitenhügel und vereinzelte Bäume.
Erwähnenswert ist nur das Überholmanöver eines langsam fahrenden Aborigines mit „Pudelmütze“?! Gut, am 01.09. war Frühlingsanfang bzw. der Winter vorbei aber friert man dann hier bei den „nur“ 30Grad in Zentralaustralia?
Generel empfinden wir Aborigines oder „Aboriginales“,wie die indigene Bevölkerung lieber genannt wird, als sehr anders.
In Deutschland reden wir von Integrationsproblemen, leben aber ziemlich dicht gut miteinander.
In Australien leben 2 Völker dicht beieinander und beide scheinen froh zu sein, nicht zu viel miteinander zu tun zu haben.
Geschichtlich wurde den Ur-Einwohnern viel unrecht angetan.
Wir tun uns auch ein wenig schwer mit der Urbevölkerung. Als wir die Reise begannen rieten uns einige Australier nachts mindestens 50km Abstand zu Communities zu halten. Uns kam es extrem vor aber heute würden wir ähnliches warscheinlich auch Neuankömmlingen empfehlen.
Da gibt es extra geruchsfreies Benzin, dass nicht geschnüffelt werden kann und alkoholfreie Kommunen.
Ohne der Urbevölkerung unrecht tun zu wollen, ist der Anteil an Pennern und Vertretern der unteren sozialen Schicht extrem hoch. Man muss auch zugeben, dass die Erscheinung zum Teil sehr wild ist und geschätzt 30% der Aborigines aus ca. 2 bis 5m „gerochen“ werden kann. Leider empfanden wir auch deren Kinder zum großen Teil verwarlost. Evtl. fehlt uns aber auch ein Auge für die Verhältnismäßigkeiten hier?
In Alice Springs gibt man sich Mühe einer Integration, es gibt in der Innenstadt ein spezielles Arbeitsamt für die Integration (ist „speziell“ doch wieder Separierung?) aber so wie ich die hübsche Fußgängerzone von Alice Springs kennenlernte und die dort vor dem Arbeitsamt dahinvegitierenen Aboriginales , gestehe ich, dass auch ich kein Arbeitgeber wäre, würde ich Arbeit zu vergeben haben. Alle herumschreienden, torkelnden, agressiv wirkenden Einwohner waren ausnahmslos Aborigines.
Wahrscheinlich liegt es an der Vergangenheit, fehlenden Chancen, fehlender Identität, jedenfalls kommt mir Deutschland mit seiner Integrationspolitik nicht unerfolgreich vor.
In Australien gibt es hier eine „riesige“ Baustelle.
Nur zur Klarstellung: Dies ist eine private Meinung, ein privater Blog und soll nicht in einer politischen, rassenfeindlichen Diskussion enden. Es ist lediglich eine subjektive (wohl auch öberflächlichen) Meinung eines Australienreisenden.










