Es ist schon verflixt, heute sind wir am 3.ten Startplatz vorbeigefahren aber leider war viel zu starker Wind.
Die Drachenflieger hatten ihren Spaß bei den bis zu 60km/h Wind: Katrin und ich schauten kurz zu und gingen dann auf die Steilklippe um uns das Meer anzuschauen.
Heute würde ich mir sicherlich nicht mehr den Gleitschirm hierhersenden lassen, als wir in Australien ankamen war der Plan aber, dass Katrin evtl. 14 Tage arbeiten würde und ich während der Zeit fliege. Das Land ist aber so groß, dass schnell klar war, dass wir „nur“ reisen werden.
Allmählich muss ich mir Gedanken machen, wie ich den Schirm am Preisgünstigsten nach Neu Seeland bekomme.
Ich ärgere mich ein wenig über den den Australischen Hängegleiter Verband.
Dieser erlaubt das Fliegen nur, wenn man Mitglied bei Ihnen ist. Neulich hat er seine Gastgebühren erhöht. 2 Monate Mitgliedschaft kosten jetzt 98 $.
Sie begründen dass damit, dass hiermit auch die Haftpflichtversicherung abgedeckt ist, die immerhin Schäden bis zu 2000$ abdeckt. Ich finde das ganz schön wenig.Naja, wer nicht fliegt kann ja keine Unfälle machen. đ
Als wir auf der Steilklippe in Lennox Head ankamen fragten wir uns wieviele Menschen hier wohl schon Selbstmord begingen. Alleine auf dem Weg nach oben gab es 2 Schilder mit Suicid-Hotline, die man bitte anrufen möge „bevor“ man springt!
Die Aussicht war sehr schön, aber seit gewisser Zeit fahren wir schon an der Küste mit tollen und noch schöneren Aussichten.
Deshalb entschlossen wir uns wieder ins Landesinnerre zu fahren und einen
Zwischenstopp in den Bergen einzulegen. Unser Ziel war Glen Innes aber in Tenterfield mußten wir uns einen Campingplatz zum Übernachten suchen – zu viele Kängeruhs am Straßenrand.
Wir würden den nächsten Tag weiter fahren – zu viele Kaengeruhs am strassenrand.
Glen Innes ist eine Stadt mit etwa 6.000 Einwohnern im Norden des australischen Bundesstaat New South Wales. Die Produktion von Wolle, sowie die Rinder- und Schafzucht sind seit 150 Jahren die Hauptwirtschaftszweige in dieser Region. Die Orte der Umgehbung liegen auf einem Plateau in 1000m Höhe. Deshalb ließen sich hier vor Allem Iren und Engländer wegen des angenehmen Klimas nieder.
In der Tat erinnert die Gegend stark an Schottland (zumindest stellen wir uns dies so vor) und es gibt im Ort anstelle eines normalen Parks einen Park mit aufgerichteten Steinen sowie eine Wand mit gesammelten Steinen aus Großbritanien.
Abends fuhren wir die kurvenreiche Strasse weiter nach Port Macquarie.
Dort wollen wir Wendy und Ray besuchen., das wundervolle Seniorenpärchen, dass uns in Perth Starthilfe gab. Auf diesen Besuche freuen wir uns schon die ganze Australienreise.
Davor mußten wir aber eine kurvenreiche Straße in der Dunkelheit hinter uns lassen.
Jedenfalls wurde aus der geplanten Ankunftszeit von 19:00 in der Realität 21:30.




