Diesen nachmittag wollten wir per Zug nach Chenge, der Sommerresidenz des Kaisers fahren. Deshalb wollten wir vormittags nur das Mao-Mausoleum am Platz des himmlischen Friedens besuchen. Den ganzen tag ueber war es ziemlich schwuel, wir wissen jetzt, wie sich Smog anfuehlt.
Nachdem wir den ueblichen Sicherheitscheck
hinter uns hatten, den man immer durchlaufen muss, wenn man auf den Platz moechte, fanden wir den Eingang zur Warteschlange. Chinesen moegen es laut. So ist es auch kein Wunder, dass man den vorletzten Durchgang durch eine 2m breite Verengung muss mit je nach Situation 2-4 Angestellten, die einem alle aus 2m Entfernung mit ihrem Megaphon Befehle entgegenschreien. Nicht, dass man bei der Entfernung nicht auch jeden so hoeren koennte. Als wir nach ca. 200m in ein kleines Vorgebaeude kamen, mussten wir durch die 2te Sicherheitsschleuse. Dort fand man unsere Fotoapparate, was dazu fuehrte, dass wir nicht weiterdurften. Wir mussten aus der Warteschlange, den Platz des himmlischen Friedens verlassen und auf der anderen Seite in ein Gebaueude, um unsere Geraete bei einem bezahlungspflichtigen Aufbewahrungs-Service unsere Kameras etc. abzugeben.
Danach ging wieder alles von vorne los. đ
Hat man die 2te Sicherheitsschleuse passiert, hat man die Moeglichkeit weisse Nelken zu kaufen. Dann geht man die Treppe des Gebaeudes hoch. Im Vorraum kann man dann seine Blumen zu den anderen tausenden legen und wird durch Schider angehalten, ruhig zu sein und sichin 2er Reihen zu positionieren. So kommt man dann in den 2ten Raum, wo Mao im Sarg aufgebahrt hinter Glas liegt. Mir kam unweigerlich Schneewittchen in den Sinn. Dies soll sich nicht laecherlich lesen, denn es hat schon etwas wuerdiges und beeindruckendes an sich. Wenn man die Zeit misst, stellt man aber auch fest, dass Trepp auf ins Gebaeude bis auf der Rueckseite wieder draussen sein, keine 3min. vergehen.
Wir haben den wahrscheinlich bestgesichertsten Leichnam der Welt gesehen – fuer ca. 15 Sekunden. Wieder draussen hat man die Moeglichkeit alle moeglichen Mao-Souveniers zu erstehen. Muesste ich sie nicht noch 7 Monate mit mir rumtragen, hatte ich eine Armbanduhr gekauft (fuer15 ⏠Chin. Flagge als Sekundenzeiger, Kompass im Armband und Mao als Hintergrund – haette doch was?) Wie auch immer. Schade, dass neulich am Roten Platz zum Lenin-Mausoleum kein Zugang war – ich nehme an, es waere aehnlich gewesen?
Anschliessend sind wir noch ein wenig ueber den Roten Platz des himmlischen Frieden gegangen.
Ich bewundere immer die Polizeifahrzeuge vom amerikanischen Hummer bis zum Segway ist alles dabei.
Dabei ueberwiegen die ca. 25Jahre alten Volkswagen Santana.
Am Nachmittag ging es zum Bahnhof
, waehrend der 4 stuendigen kuehl temperierten Zugfahrt gab es nichts spezielles, ausser der immer schoenen Landschaft und den interessanten Menschen.
Faszinierend finde ich, dass man manchmal Bauern beim pfuegen sieht. Die Frau zieht dann ueber die Schulter mit einem Tuch den Pflug, waehrend der Mann den Pflug lenkt und schiebt.
Es ist fazinierend, wir kommen in Staedte, von denen wir nie vorher gehoert haben, trotzdem haben die Staedte ueber 1Mio. Einwohner und besitzen unendlich viele Hochhaeuser die fertig sind und die zusaetzlich gerade gebaut werden.
Um morgen schnell wieder nach Peking zurueckzukommen, wollten wir uns nach Bussen erkundigen. Wir trafen zwar niemanden, der englisch kann aber eine junge Frau,
die diverse Busse fahren liess um mit ihrem Uebersetzumgshandy Worte zu uebersetzen und uns begleitete, bis wir die richtige Busstation fuer morgen hatten. Eider hatte sie und ihr Freund dann keine Zeit mehr um mit uns Essen zu gehen, wir haetten sie gerne eingeladen.
Nach Katrins ueblichen Hygienecheck in jedem Zimmer, was wir beziehen, haben wir uns nach einem Restaurantbesuch
dann schlafen gelegt.















