02.08.:
Vorgestern abend waren wir nach erfolgter Zulassung unseres Van schnell zur Hauptpost gefahren.
Von meinem Fliegerfreund Philipp habe ich mir meinen Gleitschirm postlagernd ins Hauptpostamt Perth senden lassen. Zumindest hoffe ich das. Laut DHL sind die Sendezeiten 7-9 Tage (90€Porto). Die Trackingnr. „verliert“ sich in Deutschland mit dem Hinweis, dass es in Australien aus kompatibilitätsgründen andere Trackingnr. gibt, die Rückmeldung an die DHL dauere lange, manchmal komme sie überhaut nicht an? Die Australische Post-Hotline benötigt natürlch die australische Trackingnummer., man kann mir nur die Abholungsadresse nennen.
Jedenfalls probierten wir meinen postlagernden Gleitschirm von der Hauptpost abzuholen und fuhren in die Innenstadt. Naja, so schnell man halt am Freitag nachmittag in einer Großstadt durch den Stau rollt. Um 17:20 standen wir vor verschlossener Tür. Sie hätte bis 17:00 auf gehabt und leider irrt der Lonely Planet -Samstag ist die Post zu – wir müssen Montag zurückkommen.
Dann schauten wir uns das Parlament an.
Anschliessend fuhren nach Fremantle.
Diesmal wollten wir probieren ohne Reservierung zum Campingplatz zu kommen. Unsere Vorbesitzer sagten sie seien nie mit Reservierung angekommen. Tatsächlich standem wir um 20:00 am „Late Checkin“, registriereten uns und standen mit unserem rollendem Eigenheim auf einem für uns vorgesehenen Parkplatz mit ca. 5×5 m großer Grünfläche vor unserer Schiebetür und fest installiertem Tisch und Bänken.
Wenn wir bedenken, dass wir den Tag vorher 20 Campingplätze durchtelefonierten und immer abgewiesen wurden (19:30 = zu spät) ziehen wir jetzt den Schluß zukünftig ohne Reservierung zu den Campingplätzen zu kommen, so wie unsere Vorbesitzer es taten.
03.08.: Meinen Geburtstag wollten wir nichts am Van machen und nur schönes. Deshalb standen wir spät auf, Katrin hatte Kaffee gekocht und Teelichter kreisförmig auf dem Tisch positioniert und in der Mitte lagen 2 Cookies.
Es war in schöner warmer sonniger Wintertag und wir gingen zum Strand und in die Innenstadt.
Da besuchten wir das „Gefängnis“, welches bis 1991 in Betrieb war. Ursprünglich hatte es englische Straftäter aufgenommen und da es aus den Materialien der Umgebung (Sandstein) gebaut war, war es ausgesprochen „ausbrecherfreundlich“. Entsprechend interessant war die „Ausbrechertour“ durch das Gefängnis mit den Geschichten der spektakulärsten Ausbrüche. Die normale Gefängnistour war nicht ganz so interessant. Nett war dass ich bei der Kasse Tickets als „Student“ bekam – das „Geburtstagsgeschenk“der Kassiererin für mich
Anschließend sind wir über den Fremantle Market gegangen, der überraschend klein war.
Mein Geburtstagswunsch, abends in die Hausbrauerei zu gehen und einen Kneipenabend zu machen, änderten wir, weil es abends so kalt wurde, dass ich mit meinen Sandalen keinen Spaß mehr hatte.
04.08.
Eigentlich wollten ich heute meine Mails checken (Geburtstagsglückwünsche lesen/beantworten) und anschließend wollten wir unser Auto putzen und das wacklige Bett verstärken, aber dann kam alles ein wenig anders.
Ich stand wie üblich früher aus als Katrin. Den Autoschlüssel hatte ich in das Autozündschloss gesteckt um Geräte aufzuladen. Ich hatte mich in die Sitzecke der Gemeinschaftsküche gesetzt und surfte im Internet, als Katrin mich fragte, ob sie meinen Autoschlüssel haben kann.
Katrin hatte ihre Hose gewechselt, war zur Toilette gegangen und ihren Schlüssel in der Hose im Auto vergessen, aus Sicherheitsgründen habe sie aber den Wagen komplett zu gemacht. 🙁
Also machten wir uns auf die Suche nach Drahtkleiderbügeln und was man noch so finden kann, um verschlossene Autos aufzumachen. An der Rezeption bekam ich Plastikbänder, mit denen Pakete verschnürt sind und ich lernte Matthew kennen. Es sah ein wenig dubios aus, sagte aber er könne mir helfen. Er hätte schon tausendmal Autos aufgebrochen und das glaubte ich ihm sofort.
So gingen wir beide mit Paketplastikbändern bewaffnet zum Van und probierten jeder auf einer Seite die Knöpfe der Innentür hochzuziehen, kndem wir das Band durch die Gummidichtungen steckten. Katrin gab Matthew eines meiner Sixpack-Biere aus dem Kühlschrank aus und er gewann nach 30 min. in der Tat das Rennen um das Autoaufmachen.
Matthew wollte mit seiner Freundin gerade auf dem Platz einchecken, müsse aber noch ein Zelt kaufen.
Also bot ich ihm an, ihn und seine Freundin zum Zeltkaufen zu fahren.
Jedenfalls sprang der Wagen nicht an und wir vermuteten, dass die Batterie leer war. Unsere schweizer Nachbarn kamen dazu und wir schoben alle den den Van. Leider sprang er im ersten Versuch nicht an, so dass ich auch mitschieben wollte und Katrin die Kupplung im 2. Gang starten sollte. So rollten wir erfolglos übet den Campingplatz bis zu eine australischen älteten Parchen, di ein Überbrückungskabel hatte. Das Pärchen wat sehr nett, die Frau und Katrin plauderten und der Mann stellte sein Riesen-PKW neben unseren Van, der plötzlich klein aussah. 18l/100km Verbrauch, aber er braucht so ein Auto um den Riesenwohnwagen zu ziehen. Jedenfalls waren wir verkabelt und bei ersten Startversuch passierte nichts. Naja, wenn die Batterie kompkett leer ist, muss man ja ab und zu ein paar Minuten warten. Nach 5 Minuten probierten wir es noch mal. Kurz vorm Starten fragte er mich was für eine rote Lampe im Cockpit blinkt. Mit Schreck stellte ich fest, dass es unsere Wegfahrsperre war, die wir völlig vergessen hatten und nach deaktivieren der Wegfahrsperre, sprang der Wagen ohne Probleme an. Jedenfalls sind wir zufrieden, dass wir nur zu deppig waren und die Batterie scheinbar in Ordnung ist und alle beteiligten fanden die Geschichte eher lustig und gingen easy zu ihren Wohnmobilen und -wagen.
Ich fuhr mit Matthew und seiner Freundinein Zelt kaufen und Katrin blieb zum Plaudern bei dem älteren Pärchen.
Leider haben diese Abenteur am morgen so lange gedauert, dass Putzen und Bett verstärken bis zum abend dauerte und wir nichts anderes mehr schafften als eine Piza vom Lieferdienst zu bedtellen und schlafen zu gehen.
Morgen müssen wir noch eine Box putzen. Unsere netten schweizer Nachbarn fliegen morgen nach Hause, so dass Patrizia und Thomas uns ihre Box mit verschiedenen Sachen schenkten. Die müssen wir noch durchschauen und putzen, dann kann die Tour losgehen. Stellt sich bislang nur die Frage – wohin eigentlich?
















